Steffi Kuhnert - Eine kleine Chronologie des Erfolgs

Im Oktober erreichte mich die Nachricht, dass ich zur Triathletin des Jahres 2016 des Landesverbandes Baden-Württemberg gewählt wurde. Für mich war klar, dass ich an dieser Ehrung in Uhingen am 20.11.2016 teilnehmen werde. Hier wurden die erfolgreichsten Triathleten des Landes Baden Württemberg geehrt – und dazu gehörte auch ich. Es war eine schöne, kurzweilige Veranstaltung und ich war stolz ein Teil davon gewesen zu sein. Das war sozusagen das I-Tüpfelchen meiner unvergesslichsten Saison, die gleichzeitig auch meine bisher erfolgreichste war.

Das Jahr fing an mit der Alb-Gold-Laufserie, bei der ich Frauen-Gesamtsiegerin über die 10km-Wertung wurde. Es war für mich eine tolle Erfahrung dort vorne mitmischen zu können! Meinen ersten Triathlon der Saison in Steinheim gewann ich mit über 18min Vorsprung. Das war ein super Auftakt und ich habe damit Selbstvertrauen getankt für das weitere, anstehende Training. Danach stand die 70.3-Mitteldistanz im Kraichgau an. Aufgrund des stark besetzten Teilnehmerfelds war die Aufregung groß. Unter den vielen namhaften Profi-Triathletinnen, erkämpfte ich mir den vierten Gesamtplatz. Somit habe ich die Amateurwertung mit einer Zeit von 4:34:12h für mich entschieden. Ein großer Erfolg für mich, da ich als Maschinenbautechnikerin bei Wafios in Vollzeit arbeite. Danach folgte ein Triathlon über die Olympische Distanz in Schömberg um noch ein bisschen Wettkampfhärte zu tanken. Kurze Zeit später folgte mein Saisonhöhepunkt: der Ironman Zürich. Was für ein Tag! Tolles Wetter und eine klasse Tagesform! Nach täglichem, harten Training vor und nach der Arbeit erreichte ich dieses sensationelle Ergebnis. Es wurde der 1. Platz in meiner AK. Zudem kam ich als allererste Amateur-Triathletin ins Ziel. In der Profiwertung der Damen hätte das den 10. Platz bedeutet. Erst im Ziel wurde mir bewusst, dass ich somit die Hawaii-Quali in der Tasche hatte. Jetzt hieß es weiter trainieren. Manchmal fiel es mir sehr schwer mich zu motivieren, da die Saison bereits lang war und noch viele lange, harte Trainingseinheiten bevorstanden. Doch ich  - bzw. eher Sigi und ich - hatten ein Ziel: finishen beim härtesten Triathlon der Welt, dem Ironman World Championship auf Hawaii.  Der Ironman Hawaii ist für jeden Triathleten das Größte. Jeder möchte dort einmal an der Startlinie stehen und ich durfte das erleben. Das Gefühl war unbeschreiblich schön, man sagt nicht umsonst „Mythos Hawaii“. Ich erreichte das Ziel in einer Zeit von 09:59:44h. Das bedeutete den 4. Platz aller Amateurfrauen, die an diesem Tag an den Start gingen sowie den Vize-Weltmeistertitel in meiner AK. Auf meine Leistung bin ich sehr stolz.

Ganz ohne Sport kann ich nicht, daher trainiere ich in den nächsten Wochen nach Lust und Laune und werde sehen, wohin die Reise geht. Zurzeit genieße noch ein bisschen meine Erfolge.

In diesem Sinne: Kette rechts.

Eure Steffi